Bei der Errichtung moderner Wohnkonzepte geht es nicht mehr nur um funktionale Lichtquellen, sondern um den Einsatz von Licht als Gestaltungselement. Mit einer indirekten LED-Beleuchtung haben Sie die Möglichkeit, Ihre Räumlichkeiten optisch zu vergrößern und architektonische Highlights zu setzen.
Dabei entscheiden Sie schon während der Bauphase, ob Sie ein dezentes Lichtband in einer Deckennische nutzen oder doch lieber eine Hintergrundbeleuchtung hinter Ihrem Smart-TV einrichten möchten. Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, sollten Sie einige Planungs- und Installationsschritte beachten.
Die Planung indirekter Beleuchtungen im Trockenbau
Bevor Sie mit dem eigentlichen Bau beginnen, sollten Sie eine präzise Konzeptionierung in Angriff nehmen. Zwar bieten Ihnen Trockenbaukonstruktionen viel kreativen Spielraum, verzeihen aber spätere Änderungen nur schwer.
Überlegen Sie sich genau, welche Wirkung Sie erzielen möchten. Soll die indirekte Beleuchtung als primäre Lichtquelle dienen oder lediglich dekorative Akzente setzen?
Die Entscheidung beeinflusst die Wahl der LED-Streifen hinsichtlich der Helligkeit und der Farbtemperatur. Außerdem müssen Sie die Platzierung der Netzteile und Controller mit bedenken. Die elektronischen Bauteile brauchen eine ausreichende Luftzirkulation, um Überhitzung zu vermeiden und sollten für Wartungsarbeiten jederzeit zugänglich bleiben. Eine Revisionsklappe an einer wenig auffälligen Stelle ist die professionellste Lösung.
Verschiedene LED-Profile für LED-Streifen
Für ein dauerhaft schönes und fachgerechtes Ergebnis sollten Sie immer auf spezielle Profile für LED-Streifen setzen. Diese Schienen erfüllen zwei Aufgaben im System, denn sie dienen einerseits als Kühlkörper und andererseits als Abdeckung für eine gleichmäßige Lichtverteilung. Trotz der Effizienz moderner LED-Streifen entwickeln diese Wärme und lassen das Material ohne Kühlung vorschnell altern.
Am einfachsten sind Aluminium Aufbauprofile, die sie auf den Untergrund schrauben oder kleben. Sie sind gut für verdeckte Bereiche in Deckennischen geeignet, wo jedes Profil auch für Betrachter unsichtbar bleibt.
Eine weitere Option sind Einbauprofile für den Trockenbau, die Sie direkt in die Gipskartonplatten integrieren und dann verspachteln. Nach dem Streichen haben Sie einen fließenden Übergang zwischen Wand oder Decke und Lichtquelle.
Wenn Sie LEDs im Übergangsbereich zwischen Wand und Decke integrieren möchten, sind Eckprofile mit einem Abstrahlwinkel von rund 45 Grad eine gute Option. Sie verteilen das Licht sanft im Raum.
Die Lichtvoute in der Deckennische
Vouten kennen Sie womöglich aus der französischen Sprache und bald auch aus Ihrem eigenen Heim. Wenn Sie sich für eine abgedeckte Decke mit einer umlaufenden Lichtvoute entscheiden, wählen Sie einen Klassiker.
Durch den Abstand zwischen der neuen Deckenplatte und der eigentlichen Zimmerdecke entsteht ein Hohlraum, in dem das Licht weich reflektiert wird. Nutzen Sie stabile Metallprofile und verkleiden Sie diese mit Gipskartonplatten. Wichtig ist dabei, dass die Lichtkante optimal ausgerichtet wird. Planen Sie eine ausreichend tiefe Nische ein, damit sich der Lichtkegel optimal entfalten kann.
Der Abstand zwischen dem LED-Streifen und der zu beleuchtenden Deckenfläche sollte optimalerweise zwischen zehn und zwanzig Zentimetern liegen, um einen homogenen Lichtverlauf ohne harte Schattenkanten zu garantieren.
Die selbstgebaute TV-Wand als moderne Kinolandschaft
Das eigene Heimkino ist für viele Menschen Pflicht geworden, insbesondere weil die Eintrittspreise im klassischen Kino viel zu teuer geworden sind.
Eine Multimedia-Wand im Wohnzimmer zieht die Blicke auf sich, denn hier lässt sich eine LED-Hintergrundbeleuchtung integrieren und verwandelt das Möbelstück in ein schwebendes Element.
Für den Bau erstellen Sie zunächst ein Holz- oder Metallständerwerk und platzieren es ein paar Zentimeter vor der eigentlichen Wand. Die Kanten der Konstruktion müssen eingerückt werden, sodass es einen unsichtbaren Platz für die LED-Profile gibt.
Das indirekte Licht strahlt hinter der TV-Wand hervor und reduziert den Kontrast zwischen Bildschirm und Umgebung. Das schont Ihre Augen bei langen Filmeabenden und sorgt für behagliche Momente. Wenn Sie dann noch Solar-Rollos runterlassen, wird es richtig gemütlich.
Für diesen Bereich wählen Sie am besten dimmbare LED-Streifen, damit Sie die Lichtintensität flexibel an das laufende Programm anpassen können.
Die richtigen LED-Streifen finden
Wenn Sie sich auf die Suche nach den geeigneten Leuchtmitteln machen, stehen Sie vor einer riesigen Auswahl. Achten Sie daher darauf, dass die Spezifikationen zu Ihrem Projekt passen müssen. Im Wohnbereich ist ein warmweißes Licht mit einer Farbtemperatur von rund 2.700 Kelvin zu empfehlen.
Wenn Sie es lieber flexibler mögen, greifen Sie zu Tunable-White-Streifen, bei denen Sie die Farbtemperatur selbst einstellen können.
Wichtig ist auch die Anzahl der LEDs pro Meter. Um eine lückenlose Lichtlinie ohne Zwischenräume zu bekommen, sollten Sie mindestens 120 LEDs auf einem Meter wählen. Bei geringerer Dichte riskieren Sie, dass sich die einzelnen Lichtpunkte unschön abzeichnen.
Elektrischer Anschluss und Sicherheitsaspekte
Die Installation von LED-Systemen erfolgt im Niedrigvoltbereich mit 12 oder 24 Volt. Der Anschluss des Netzteils an das Hausstromnetz erfordert trotzdem Ihre Sorgfalt und sollte bei Unsicherheiten immer von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.
Wählen Sie das Netzteil immer großzügig dimensioniert, sodass es rund 20 Prozent mehr Leistung bringen kann, als die LED-Streifen insgesamt verbrauchen.
Sie verhindern damit eine dauerhafte Volllast und können die Lebensdauer aller Komponenten erhöhen. Bei langen Lichtstrecken von mehr als fünf Metern ist zu bedenken, dass es zu einem Spannungsabfall kommen kann. Sie erkennen das Problem, wenn das Licht zum Streifenende deutlich dunkler wird. Speisen Sie zur Lösung des Problems den Strom an verschiedenen Bereichen ein und sorgen so für Helligkeit an allen Ecken.
