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Dachsanierung Kosten: Was kostet eine Dachrenovierung?

von Clever-Bauen.de Redaktion | Juni 30, 2026

Ein undichtes oder ungedämmtes Dach kostet Energie, Wohnkomfort und auf Dauer die Bausubstanz. Eine Dachsanierung ist aber mehr als nur neue Ziegel: Oft kommen Dämmung, Unterspannbahn, manchmal sogar Reparaturen am Dachstuhl dazu. Was kostet eine Dachrenovierung 2026, welche Bausteine gehören dazu und welche Förderung gibt es? Dieser Ratgeber gibt dir den Überblick. Geht es dir nur um die reine Neueindeckung, findest du die Materialpreise in unserem Ratgeber Dach neu decken: Kosten pro m².

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Dachsanierung im Einfamilienhaus (150 m²): meist 22.500–60.000 €
  • Reine Neueindeckung 80–160 €/m², komplett inkl. Dachstuhl 250–450 €/m²
  • Dämmung ist der größte Hebel für Energieeinsparung und Förderung
  • Förderung: 15 % BAFA (mit iSFP 20 %) oder 20 % Steuerbonus nach §35c EStG
  • Voraussetzung Förderung: U-Wert Dach von höchstens 0,14 W/m²K

Was kostet eine Dachsanierung?

Der Preis hängt stark vom Umfang ab – von der reinen Neueindeckung bis zur Komplettsanierung samt Dämmung und Dachstuhl. Die folgende Tabelle zeigt typische Kosten pro Quadratmeter Dachfläche (Stand 2026):

Umfang Kosten pro m² Enthält
Reine Neueindeckung 80–160 € Ziegel abnehmen, neu eindecken
Mit Zwischensparrendämmung 130–230 € Eindeckung plus Dämmung
Komplettsanierung inkl. Dachstuhl 250–450 € Eindeckung, Dämmung, Holzarbeiten

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit rund 150 m² Dachfläche liegen die Gesamtkosten damit meist zwischen 22.500 und 60.000 €. Die Kosten verteilen sich grob auf Arbeitsleistung (45–55 %), Material wie Dämmstoff, Ziegel und Holz (35–45 %) sowie Logistik wie Gerüst, Kran und Schuttcontainer (5–10 %).

Diese Bausteine gehören zur Dachsanierung

  • Eindeckung: Neue Dachziegel oder -steine plus Lattung – das sichtbare Herzstück.
  • Dämmung: Der größte Hebel für niedrigere Heizkosten und die Voraussetzung für Förderung.
  • Unterspannbahn: Schützt die Dämmung vor Feuchtigkeit und Flugschnee.
  • Dachstuhl: Bei Schäden durch Feuchte oder Schädlinge werden Sparren und Balken ausgebessert.
  • Dachfenster & Gauben: Oft sinnvoll, sie gleich mit zu erneuern, solange das Gerüst steht.
  • Rinnen & Spenglerarbeiten: Dachrinnen, Fallrohre und Anschlüsse aus Metall.

Dachdämmung: die drei Methoden

Wie gedämmt wird, hängt davon ab, ob das Dach ohnehin neu eingedeckt wird und ob der Dachboden ausgebaut ist. Die folgende Übersicht zeigt die Methoden und ihre Kosten:

Methode Kosten pro m² Wann sinnvoll
Untersparrendämmung 30–80 € Von innen, ergänzend zur Zwischensparrendämmung
Zwischensparrendämmung 70–120 € Günstig, Dämmstoff zwischen die Sparren
Aufsparrendämmung 200–350 € Von außen inkl. Neueindeckung, lückenlos

Die Aufsparrendämmung ist am hochwertigsten, weil sie das Dach von außen lückenlos einpackt – sie lohnt sich vor allem, wenn das Dach ohnehin neu eingedeckt wird. Die Zwischensparrendämmung ist die günstigste Variante und bei den meisten Sanierungen Standard.

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Förderung 2026: bis zu 20 % für die Dachdämmung

Gefördert wird nicht die Eindeckung selbst, sondern die Dämmung als Teil der Gebäudehülle. Du hast zwei Wege, die sich nicht kombinieren lassen:

1. BAFA-Zuschuss über die BEG-Einzelmaßnahme

Die Dachdämmung wird mit 15 % der Kosten bezuschusst, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sind es 20 %. Voraussetzung: Das gedämmte Dach erreicht einen U-Wert von höchstens 0,14 W/m²K (rund 20–24 cm Dämmstärke), ein Energie-Effizienz-Experte wird eingebunden und der Antrag wird vor Auftragsvergabe gestellt. Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 € pro Wohneinheit gedeckelt (mit iSFP 60.000 €) – das ergibt bis zu 12.000 € Zuschuss.

2. Steuerbonus nach §35c EStG

Ohne Energieberater entfällt die BAFA-Förderung – dann kannst du stattdessen 20 % der Kosten über drei Jahre von der Steuer absetzen (7 % / 7 % / 6 %, maximal 40.000 € pro Objekt). Voraussetzung: selbst bewohntes Haus, älter als zehn Jahre, Ausführung durch einen Fachbetrieb.

Tipp: Wer ohnehin saniert, kombiniert das Dach oft mit einer Fassadendämmung – so schöpfst du die Förderung über die gesamte Gebäudehülle optimal aus.

Teil- oder Komplettsanierung?

Nicht immer muss das ganze Dach erneuert werden. Eine Teilsanierung (z. B. einzelne defekte Ziegel, Reparatur der Rinne) reicht bei punktuellen Schäden. Eine Komplettsanierung lohnt sich, wenn das Dach alt, undicht oder ungedämmt ist – dann erneuerst du Eindeckung und Dämmung in einem Zug, nutzt das Gerüst optimal und sicherst dir die volle Förderung. Spätestens wenn größere Bereiche ohnehin neu gemacht werden, greifen zudem die Dämmpflichten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG).

Dachsanierung planen – so läuft’s ab

  1. Kostenlose Anfrage stellen: Beschreibe dein Vorhaben (Dachform, Fläche, gewünschter Umfang) – du erhältst unverbindliche Vergleichsangebote von Dachdeckern aus deiner Region.
  2. Vor-Ort-Termin & Energieberatung: Der Fachbetrieb prüft Zustand und Dachstuhl, berät zu Dämmung und Förderung und erstellt ein verbindliches Angebot.
  3. Ausführung & Abnahme: Gerüst stellen, altes Dach abtragen, Dämmung und Eindeckung neu aufbauen – je nach Umfang dauert das ein bis mehrere Wochen.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet eine Dachsanierung beim Einfamilienhaus?

Für ein Einfamilienhaus mit rund 150 m² Dachfläche liegen die Kosten meist zwischen 22.500 und 60.000 €. Eine reine Neueindeckung kostet 80–160 €/m², mit Dämmung 130–230 €/m² und als Komplettsanierung inklusive Dachstuhl 250–450 €/m².

Welche Dachdämmung ist die beste?

Die Aufsparrendämmung (200–350 €/m²) ist am hochwertigsten, lohnt sich aber vor allem bei ohnehin geplanter Neueindeckung. Die Zwischensparrendämmung (70–120 €/m²) ist günstiger und der Standard. Eine Untersparrendämmung (30–80 €/m²) ergänzt von innen.

Wird eine Dachsanierung gefördert?

Gefördert wird die Dämmung: über das BAFA mit 15 % (mit iSFP 20 %), wenn das Dach einen U-Wert von höchstens 0,14 W/m²K erreicht und ein Energieberater eingebunden ist. Alternativ gibt es 20 % über den Steuerbonus nach §35c EStG. Beide Wege sind nicht kombinierbar.

Wann muss ich mein Dach sanieren?

Spätestens bei Undichtigkeiten, durchfeuchteter Dämmung, beschädigten Ziegeln oder einem geschädigten Dachstuhl. Auch hohe Heizkosten und ein im Sommer stark aufheizender Dachboden sind klare Anzeichen für eine fehlende oder veraltete Dämmung.

Wie lange dauert eine Dachsanierung?

Je nach Umfang dauert eine Dachsanierung ein bis mehrere Wochen. Wetter, Dachgröße und der Zustand des Dachstuhls beeinflussen die Dauer maßgeblich.

Fazit

Eine Dachsanierung kostet 2026 je nach Umfang 80–450 €/m² – für ein Einfamilienhaus also rund 22.500–60.000 €. Der größte Hebel ist die Dämmung: Sie senkt die Heizkosten und sichert dir bis zu 20 % Förderung über BAFA oder den Steuerbonus nach §35c. Welcher Umfang sinnvoll ist, klärst du am besten mit einem Fachbetrieb – hol dir mehrere Angebote zum Vergleich.

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