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Einfahrtstor Kosten 2026: Schiebetor oder Flügeltor?

von Clever-Bauen.de Redaktion | Juli 20, 2026

Ein Einfahrtstor macht dein Grundstück sicherer, privater und wertvoller – und ist meist das Erste, was Besucher sehen. Die zentrale Frage vorab: Schiebetor oder Flügeltor? Beide haben klare Stärken, unterscheiden sich aber deutlich im Preis und im Platzbedarf. Was ein Einfahrtstor 2026 mit Antrieb und Montage kostet und welche Variante zu deiner Einfahrt passt, erfährst du hier.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Flügeltor (zweiflügelig, mit Antrieb): meist 1.200–2.500 €
  • Freitragendes Schiebetor mit Antrieb und Montage: meist 3.000–5.000 €
  • Der Antrieb kostet 400–900 €, die Montage je nach Tor 200–500 €
  • Flügeltor braucht Schwenkraum, Schiebetor seitliche Freilauflänge
  • Keine Förderung, aber 20 % Steuerbonus auf die Lohnkosten (§35a EStG)

Was kostet ein Einfahrtstor?

Der Preis hängt vor allem von der Bauart, der Breite, dem Material und davon ab, ob das Tor elektrisch betrieben wird. Als Faustregel gilt: Ein Flügeltor ist die günstigere Lösung, ein freitragendes Schiebetor die komfortablere und robustere. Die folgende Übersicht zeigt typische Gesamtkosten inklusive Antrieb und Montage (Stand 2026):

Torvariante Kosten inkl. Antrieb & Montage
Flügeltor, zweiflügelig (ca. 3–4 m) 1.200–2.500 €
Schiebetor manuell, Stahl (Tor allein, ca. 3–4 m) 1.500–2.500 €
Freitragendes Schiebetor, elektrisch (ca. 4 m) 3.000–5.000 €
Freitragendes Schiebetor, Mittelklasse (ca. 4–5 m) 4.500–6.000 €
Großes elektrisches Schiebetor (ab ca. 6 m) 7.000–10.000 €

Die Einzelposten dahinter: Der Antrieb inklusive Steuerung und Fernbedienung schlägt mit 400–900 € zu Buche, seine Einstellung und Inbetriebnahme mit 150–350 €. Die reine Montage des Tors kostet 200–500 € – bei freitragenden Schiebetoren eher am oberen Ende, weil sie aufwendiger zu setzen sind. Ist noch kein Stromanschluss vorhanden, kommt ein Elektriker mit 200–400 € dazu. Für ein freitragendes Schiebetor braucht es zudem ein tragfähiges Fundament – der Aufwand hängt stark vom Untergrund ab und gehört ins Angebot vor Ort.

Schiebetor oder Flügeltor?

Die Entscheidung hängt weniger vom Geschmack ab als von deiner Einfahrt. Ein Flügeltor schwenkt auf und braucht dafür freien Raum vor oder hinter dem Tor – bei einer Steigung oder kurzen Einfahrt wird das schnell zum Problem. Ein freitragendes Schiebetor fährt seitlich auf und benötigt stattdessen eine freie Strecke neben der Öffnung, dafür funktioniert es auch im Gefälle problemlos.

Merkmal Flügeltor Freitragendes Schiebetor
Preis Günstiger Höher
Platzbedarf Schwenkraum vor/hinter dem Tor Freilauflänge seitlich neben der Einfahrt
Steigung / Gefälle Problematisch Unproblematisch
Bodenschiene Keine nötig Keine – läuft freitragend
Schnee, Laub, Schmutz Unempfindlich Unempfindlich (keine Schiene im Boden)

Genau darin liegt der Vorteil der freitragenden Bauweise: Das Tor schwebt über dem Boden und läuft nicht in einer Bodenschiene. Nichts kann zufrieren, verstopfen oder mit Laub blockieren – und du musst die Einfahrt nicht extra freiräumen.

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Diese Faktoren beeinflussen den Preis

  • Bauart: Flügeltore sind günstiger, freitragende Schiebetore aufwendiger in Technik und Fundament.
  • Breite und Höhe: Je größer die Toröffnung, desto stabiler muss die Konstruktion sein – der Preis steigt überproportional.
  • Material und Füllung: Doppelstabmatten sind die günstigste Variante, geschlossene Designfüllungen oder Schmiedeeisen kosten deutlich mehr.
  • Antrieb und Zubehör: Motor, Steuerung, Fernbedienung, Lichtschranke und Codetaster summieren sich.
  • Untergrund: Fundament und Erdarbeiten hängen vom Boden ab und sind ein echter Kostenfaktor.
  • Stromanschluss: Fehlt er, muss ein Elektriker die Zuleitung legen.

Welches Material passt zu dir?

  • Verzinkter Stahl (pulverbeschichtet): Der Klassiker für Einfahrtstore. Die Verzinkung schützt vor Rost, die eingebrannte Pulverbeschichtung ist hart, schlagfest und UV-beständig – jahrzehntelang stabil und pflegearm.
  • Aluminium: Leicht, korrosionsbeständig und modern im Look. Allerdings weicher als Stahl und dadurch anfälliger für Dellen und Kratzer, die sich kaum reparieren lassen.
  • Holz: Warm und natürlich, ideal im ländlichen Umfeld. Holz arbeitet mit der Feuchtigkeit und braucht regelmäßige Pflege.
  • Doppelstabmatten: An jedem Kreuzungspunkt verschweißt, dadurch sehr stabil und die kostengünstigste Lösung – und optisch perfekt passend, wenn dein Zaun ebenfalls aus Doppelstabmatten besteht.

Gibt es eine Förderung für Einfahrtstore?

Eine energetische Förderung (BEG/BAFA) gibt es für Tore nicht. Lässt du dein Einfahrtstor aber von einem Fachbetrieb montieren, kannst du den Steuerbonus für Handwerkerleistungen nach §35a EStG nutzen: 20 % der Lohnkosten, bis zu 1.200 € pro Jahr. Voraussetzung sind eine Rechnung und die Zahlung per Überweisung – Materialkosten zählen nicht, nur der Arbeitslohn. Bei einem Tor mit Fundament, Montage und Elektroanschluss kommt da einiges zusammen.

Einfahrtstor montieren lassen – so läuft’s ab

  1. Kostenlose Anfrage stellen: Beschreibe dein Vorhaben (Breite der Einfahrt, Platzverhältnisse, gewünschte Bauart) – du erhältst unverbindliche Vergleichsangebote von Fachbetrieben aus deiner Region.
  2. Aufmaß & Beratung vor Ort: Der Fachbetrieb misst die Einfahrt, prüft Untergrund und Platz und empfiehlt Schiebe- oder Flügeltor samt passendem Antrieb.
  3. Fundament, Montage & Einweisung: Das Fundament wird gesetzt, das Tor montiert, der Antrieb angeschlossen und eingestellt – inklusive Sicherheitscheck der Lichtschranke.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet ein Einfahrtstor mit Montage?

Ein zweiflügeliges Flügeltor mit Antrieb liegt meist bei 1.200–2.500 €. Ein freitragendes elektrisches Schiebetor kostet inklusive Montage rund 3.000–5.000 €, in der Mittelklasse 4.500–6.000 €. Große Tore ab etwa 6 Metern Breite können 7.000–10.000 € kosten.

Schiebetor oder Flügeltor – was ist besser?

Das hängt vom Platz ab. Ein Flügeltor ist günstiger, braucht aber Schwenkraum und ist bei Steigung problematisch. Ein freitragendes Schiebetor fährt seitlich auf, funktioniert auch im Gefälle und hat keine Bodenschiene, die zufrieren oder verschmutzen kann – kostet dafür mehr.

Was kostet der Antrieb für ein Einfahrtstor?

Der Antrieb inklusive Steuerung und Fernbedienung kostet rund 400–900 €. Für Einstellung und Inbetriebnahme kommen 150–350 € dazu. Fehlt der Stromanschluss, rechne mit weiteren 200–400 € für den Elektriker.

Warum ist ein freitragendes Schiebetor teurer?

Es läuft ohne Bodenschiene und muss das gesamte Torgewicht seitlich tragen. Das erfordert eine stabilere Konstruktion und ein tragfähiges Fundament – dafür bekommst du ein Tor, das bei Schnee, Laub und Gefälle zuverlässig funktioniert.

Wird ein Einfahrtstor gefördert?

Eine energetische Förderung gibt es nicht. Du kannst aber den Handwerkerbonus nach §35a EStG nutzen: 20 % der Lohnkosten, bis zu 1.200 € pro Jahr, sofern ein Fachbetrieb montiert und du per Rechnung und Überweisung zahlst.

Fazit

Ein Einfahrtstor kostet 2026 je nach Bauart zwischen 1.200 € für ein Flügeltor mit Antrieb und 10.000 € für ein großes elektrisches Schiebetor. Die wichtigste Frage ist der Platz: Hast du Schwenkraum, ist das Flügeltor die günstige Lösung – bei Steigung oder enger Einfahrt spielt das freitragende Schiebetor seine Stärken aus. Weil Fundament und Untergrund den Preis stark beeinflussen, lohnt sich ein Aufmaß vor Ort und der Vergleich mehrerer Angebote.

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